Projekt 38_ 10 Jahre Schulsanitätsdienst am KuBa

„Das Entscheidende ist die Entscheidung“

Das ist vielleicht einer der ausdrucksstärksten Sätze auf den Plakaten des Projekts „10 Jahre Schulsani“. Dieses Zitat bezieht sich auf die Organspende und vorwiegend auf die persönliche Einstellung zu einem Organspendeausweis.

Seit 10 Jahren gibt es die Schulsanitäter-AG am Kurfürst-Balduin- Gymnasium in Münstermaifeld. Ins Leben gerufen wurde sie von der ehemaligen Schulsozialarbeiterin Frau Sattler. In der AG, die jede zweite Woche mittwochs stattfindet, lernt man vor allem, Erste Hilfe leisten zu können. Das Projekt versucht, die wesentlichen Aspekte der Wrsten Hilfe verständlich und kurz an die Teilnehmer weiterzugeben. Das Projekt leitet Frau Kathan mit der Unterstützung von Justus, einem ausgebildeten Schulsanitäter.

Am ersten Tag des Projektes vermitteln Frau Kathan und Justus vor allem Praktisches. So lernen sie zum Beispiel die stabile Seitenlage, dabei stellt sich eine mutige Schülerin zur Verfügung, damit die restlichen Schülerinnen und Schüler üben können. Außerdem beschäftigen sie sich mit der Reanimation. An einer lebensgroßen Puppe lernen sie die Herz-Lungen-Wiederbelebung mit einer Atemspende. In vielen Orten, an ausgewiesenen Plätzen, gibt es mittlerweile auch AEDs. Das ist sehr wichtig und so üben die Schülerinnen und Schüler auch das Anbringen eines AED und was genau man drücken sollte. Das ist allerdings nicht schwer, da diese neuen AEDs die ganze Zeit über mit einem sprechen. Zum Schluss vermitteln Frau Kathan und Justus das Wissen zum Blutdruckmessen. Die Schülerinnen und Schüler sollen das Gelernte praktisch anwenden, was aber nur bedingt funktioniert. Doch nach einigen weiteren Versuchen schaffen es zum Glück alle.

Am Donnerstagmorgen sprechen sie über ein anderes, wichtiges Thema, das dann auch das Hauptthema dieses Projektes am Schulfest ist – die Organspende. Sie diskutieren über fehlende Organspenden und wie wichtig es eigentlich ist, für die, die das auch möchten, einen Organspendeausweis zu haben. Später wiederholen sie noch einmal das Gelernte des gestrigen Tages und beschäftigen sich mit dem Anlegen von Verbänden. Vor allem bei den Kopfverbänden lachen sie viel.

„Einmal im Dienst, immer im Dienst“

Nachdem in den letzten beiden Tagen vor allem die Erste Hilfe Maßnahmen von Frau Kathan erklärt wurden, finden wir am letzten Projekttag noch zwei Profis im Chemieraum. Sie helfen den Schülerinnen und Schülern beim richtigen Beatmen mit einem Ambubeutel. Zudem erklären sie aus eigenen Erfahrungen in ihrem Berufsleben wichtige Erste Hilfe Maßnahmen. Alle wirken sehr interessiert und hören zu. Bei den praktischen Übungen sind alle sehr engagiert und arbeiten sehr gut mit. Wir denken, dass das Gelernte den Schülerinnen und Schülern in Zukunft weiterhelfen wird.

Bericht von Jasemin K., Johanna R., Klara S., Leo I.

Interview zum Projekt 38 „10 Jahre Sanitäter-AG“

Interviewer: Wie wichtig ist es, an solchen Projekten teilzunehmen?

Mia: Es ist sehr wichtig für einen selbst und natürlich auch für seine Mitmenschen, einen Erste-Hilfe-Kurs zu machen.

Helene: Man macht es auch, um mal einen ersten Eindruck von diesem Fachgebiet zu bekommen, weil man es ja vielleicht mal irgendwann machen will.

Interviewer: Inwiefern unterscheidet sich dieses Projekt von den Inhalten der AG?

Mia: In der AG wird es natürlich länger und ausführlicher erklärt, weil man ja auch mehr Zeit hat. Trotzdem wird hier auch alles verständlich erklärt.

Interviewer: Wie ist denn die Stimmung hier so?

Mia: Alle sind hier sehr nett!

Helene: Alle sind gechillt!

Interviewer: Ist das Projekt eher theoretisch oder praktisch gestaltet?

Mia: Auf jeden Fall mehr praktisch.

Helene: Wir haben zum Beispiel stabile Seitenlage, Reanimation, Defibrillator und Verbände bearbeitet.

Interviewer: Ihr seid ja auch in der Sani-AG, ist das Ganze hier dann nur Wiederholung oder habt ihre auch neue Sachen gelernt?

Helene: Es war größtenteils Wiederholung, außer die Blutdruckmessung war für mich neu.

Interviewer: Könnt ihr euch auch so was für euren späteren Berufsweg vorstellen?

Mia: Ja, auf jeden Fall!

Helene: Ja, definitiv! 

Interview von Klara S., Jasemin K., Johanna R., Leo I.