Projekt 35_ Rudern für alle

 Von der Schulbank ans Ruder

Seit 1991 gibt es offiziell eine Ruder-AG am Kurfürst-Balduin Gymnasium und für die diesjährigen Projekttage haben sich Frau Filby, Herr Sesterhenn und Herr Weber dazu entschlossen, Rudern auch als Projekt anzubieten.

Um anderen Schülern das Rudern näher zu bringen und neue Mitglieder für die Ruder-AG zu finden, zeigen die Lehrkräfte und ältere Schüler der AG den Neulingen Technik und Praxis der Sportart. Aufgrund des schlechten Wetters ist es am ersten Tag der Projektwoche nicht möglich, nach Treis ans Bootshaus zu fahren, wo die Ruder-AG sich freitags trifft, um zu trainieren. Daher sucht man nach einer anderen Lösung und teilt die teilnehmenden Schüler in drei Gruppen auf. Die erste Gruppe befindet sich zusammen mit Herr Sesterhenn im E-Gebäude und informiert sich mithilfe eines Videos über die Technik des Sports. Die Schüler lernen mithilfe von Tipps Basics wie Backbord und Steuerbord und wie man die Ruder halten muss. Währenddessen hält sich der zweite Teil des Projekts im Ruderkeller auf und wendet die Theorie praktisch auf dem Ergometer an, wobei zwei ältere Schülerinnen den jüngeren dabei helfen. Spielerisch versuchen die Betreuer den Schülern ihre Fehler aufzuzeigen, indem sie selber in ihre Vorführung der Praxis kleine Fehler einbauen und die Schüler danach suchen lassen. Auf den Ergometern führen die Schülerinnen und Schüler auch einen achtminütigen Ergo-Test durch, um herauszufinden, welche Distanz sie in den acht Minuten zurücklegen können. Die letzte Gruppe befindet sich auf dem Sportpatz und beschäftigt sich dort ebenfalls praktisch und spielt Hockey mit Herr Weber. Damit jedoch jeder einmal alles ausprobieren kann, werden die Gruppen durchgewechselt.

Am nächsten Morgen begeben sich die Schüler dann voller Vorfreude zum Bootshaus, um endlich mit den Booten auf die Mosel zu kommen. Allerdings können wieder nicht alle aufs Wasser, die Jüngeren müssen auf den nächsten Tag warten und spielen noch einmal Eis-Hockey, da dies jedoch zu dieser Jahreszeit nicht auf dem Eis möglich ist, wird mit Tennisbällen auf dem Asphalt gespielt. (Mehr zum Tag am Bootshaus im Interview mit Clemens Hammes)

Der letzte Tag bietet dann denjenigen, die noch nicht auf dem Wasser waren, endlich die Möglichkeit, dies zu tun. Nach einem kurzen Frühstück im Klassenraum macht sich die Gruppe wieder auf den Weg nach Treis.

Herr Sesterhenn ist über den großen Andrang für sein Projekt nicht wirklich überrascht: „Das Kuba ist ja fürs Rudern bekannt“. Insgesamt gibt es 45 Teilnehmer, damit ist es das größte Projekt unter den 38 angebotenen und über 30 der Schüler sind Neulinge und haben noch keinen Kontakt mit der Sportart gehabt. Doch trotzdem sei die Atmosphäre sehr angenehm und die Schüler seien sehr motiviert, sagt Herr Weber über die Gruppe.

Die Ruder-AG ist nichts Unbekanntes an unserer Schule und viele jetzige und ehemalige Schüler nehmen immer noch erfolgreich daran teil. Die Teilnehmer des Projektes haben motiviert mitgemacht und wir sind überzeugt, dass sich darunter einige neue Mitglieder für die Ruder-AG finden werden.

Bericht von Klara S., Jasemin K., Leo I., Johanna R.

Videointerview mit Clemens (Teilnehmer des Ruderprojekts)